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Strom und EEG

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Gerlingen Meldungen | 27. Februar 2014

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Dr. Peter Egelhaaf

Die Energiewende, die nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 von der schwarz-gelben Regierungskoalition beschlossen wurde, ist eine Chance für Deutschland, technologisch und wirtschaftlich eine Vorreiterrolle einzunehmen. Dabei sind die 3 tragenden Säulen: Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltentlastung. Dies gilt vor allem auch für die Erzeugung von Strom. Die FDP hatte noch in der vorigen Regierung  darauf gedrungen, eine Reform des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) unter dem Aspekt dieser 3 Säulen durchzuführen. Die neue schwarz-rote Regierung hat nun eine Novellierung des EEG auf den Weg gebracht. Leider sind jetzt mit dem begrenzten Zubau von erneuerbaren Energieerzeugern aus Sonne und Wind die angestrebten Ziele des Anteils an erneuerbarer Energie schwerer zu erreichen. Die Zurückführung der Fördersätze für regenerativ erzeugten Strom ist wichtig und ein Weg, um den Anstieg der Strompreise etwas zu mildern. Auf der anderen Seite hat jetzt der Eigenstromverbrauch Vorrang vor der Einspeisung des Stroms ins Netz. D.h. die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf Privathäusern und auf öffentlichen Gebäuden hat jetzt Vorrang vor „Bürgeranlagen“, wie sie in Gerlingen und vielen Gemeinden errichtet worden sind.- Die bisherige, erfolgreiche Nutzung von Schuldächern zur Installation von PV-Anlagen wie in Gerlingen durch Solar GbR (Breitwiesenschule) und durch die Gemeinde (Pestalozzi- und Musikschule) ist beispielhaft. An der Musikschule wird in nächster Zeit auch eine Anzeigetafel angebracht werden, sodass die Einspeisung von Strom durch die 3 Anlagen auf diesem Gelände aktuell verfolgt und verglichen werden kann.

Einer Studie zufolge über potentiell nutzbare Dächer der öffentlichen Gebäude in Gerlingen, ist das Dach der Realschule für eine Photovoltaik-Anlage interessant. Dieses wird sich anbieten, wenn die Realschule inklusive Dach renoviert bzw. saniert wird. Die Eigenstromnutzung wäre hier gegeben.

Die Energiewende wird dann ein Erfolg werden, wenn erstens ein schlüssiges Gesamtkonzept vorliegen wird, das alle Aspekte wie Erzeugung, Speicherung und Verteilung regenerativer Energie umfasst, und zweitens die Gemeinden nach eigenen angepassten Energiekonzepten handeln. Schließlich spielen Fragen des effizienten Einsatzes von Energie eine wichtige Rolle. Hier ist auch der eigenverantwortliche Einzelne gefragt.

Dr. Peter Egelhaaf